Städtewettbewerb, Städtenetze und lokales Politiklernen im Klimawandel

Das Forschungsprojekt "Städtewettbewerb, Städtenetze und lokales Politiklernen im Klimawandel" (zur Projektseite) ist Bestandteil der DFG-Forschergruppe Lokale Generierung handlungsrelevanten Wissens - am Fallbeispiel der Entwicklung lokaler Strategien und Maßnahmen gegen den Klimawandel (zur Forschergruppe)

Stadtpolitik ist eingebunden in überlokale Kontexte. Für Reaktionen auf den Klimawandel ist dabei besonders der internationale Kontext relevant. Der internationale Kontext konstituiert sich durch Entscheidungen transnationaler Institutionen und durch Interdependenzverhältnisse, in denen Städte stehen. Letztere stehen im Mittelpunkt dieses Teilprojekts. In ihm wird untersucht, ob und wie sich Wettbewerbe und Netzwerke zwischen Städten auf die Chancen des Politiklernens, im Sinne der Generierung neuen Wissens und Umsetzung neuer Strategien, auswirken. Die drei Städte, die in der ersten Phase der Forschergruppe untersucht werden, stehen wie fast alle Großstädte einerseits im wirtschaftlichen Standortwettbewerb, zum anderen konkurrieren sie um die Entwicklung von „best practices“ im Klimawandel, schließlich kooperieren sie in unterschiedlichen Städtenetzwerken, die dem Erfahrungsaustausch und damit der Politikinnovation und -diffusion dienen. Mit der Untersuchung soll herausgefunden werden, welche Typen von Interaktionsstruktur auf der internationalen Ebene lokale Diskussionen und Strategien zur Bewältigung des Klimawandels vorrangig prägen, also welchen dominanten „frame of reference“ sie erzeugen und welche Wirkungen sie auf die Generierung und Anwendung von Wissen in der städtischen Klimapolitik ausüben. Im Vergleich der drei Städte soll ferner erforscht werden, wie sich die Stellung der einzelnen Städte in den jeweiligen überlokalen Interaktionsstrukturen auswirkt und ob bzw. wie die Effekte von Städtenetzwerken und Städtewettbewerben von spezifischen lokalen Politikstrukturen (politische Mehrheitsverhältnisse, Organisation und Koordination der relevanten Verwaltungsaufgaben, öffentlich-private Kooperation, regionale Politikverflechtung) der drei Städte beeinflusst werden.

Veröffentlichungen:

  • Arthur Benz, Jörg Kemmerzell, Michéle Knodt, Anne Tews, The trans-local dimension of local climate policy. Sustaining and trans-forming local knowledge orders through trans-local action in three Ger-man cities, in: Urban Research and Practice 8 (3), 2015, S. 319-335.
  • Jörg Kemmerzell, Anne Tews, Akteursorientierungen Im Überlokalen Handlungsraum. Herausforderungen Und Chancen Lokaler Klimapolitik Im Mehrebenensystem, in: dms:der moderne staat 7 (3), 2014, S. 269-78.

 

Projektleiter:

Prof. Dr. Arthur Benz

Mitarbeiter:

Dr. Jörg Kemmerzell

Finanzierung:

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Laufzeit:

2012-2015

Kontakt

Politisches System der BRD und Vergleich politischer Systeme
Technische Universität Darmstadt
Institut für Politikwissenschaft
Landwehrstraße 48a-50a
64293 Darmstadt

Arbeitsbereichsleiter

Prof. Dr. Arthur Benz

abenz@pg.tu-darmstadt.de
Tel: +49 (0)6151/ 16-57355
Raum: S4|23/207

Sekretariat

Nicole Ungermann

ungermann@pg.tu-darmstadt.de
Tel: +49 (0)6151/ 16-57354
Raum: S4|23/206

 

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