Forschung am Institut für Politikwissenschaft

Die Forschung am Institut für Politikwissenschaft genießt national und international einen sehr guten Ruf. Gemeinsamer Fokus ist seit vielen Jahren die Erforschung neuer Formen des Regierens in Mehrebenensystemen. Unsere aktuellen Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf die folgenden miteinander verbundenen Schwerpunkte: 

Der Forschungsschwerpunkt „Transformation der Energie- und Klimapolitik“ analysiert Veränderungsmöglichkeiten und -prozesse der Energie- und Klimapolitik von der lokalen zur nationalen bis zur globalen Ebene. Aktuell forschen wir insbesondere zur Energietransformation in der EU, Deutschland und anderen europäischen Staaten im Vergleich sowie zur Gestaltung grüner Transformationsprozesse im globalen Süden. Für die nächsten Jahre planen wir unsere Forschung auf die folgenden Aspekte zu konzentrieren: (1) Ausbau und Fortführung der Forschung zur Energiewende in Deutschland; (2) Analyse von Fragen der Sektorkopplung und –integration; (3) Analyse von Standardisierungsprozesse und die damit einhergehende Politisierung; (4) Ausbau der Schnittstelle Wohnen/Städte und Energie-/Klimapolitik.

Der Forschungsschwerpunkt „Europäische Union“ widmet sich der Analyse des Regierens im Europäischen Mehrebenensystem in unterschiedlichen Dimensionen und Politikfeldern. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Koordination politischer Prozesse zwischen der europäischen und nationalen Ebene, der Einbindung der lokalen Ebene in das Mehrebenensystem, der Mehrebenenadministration, der Interessenvermittlung sowie der weichen Formen des Regierens. Zudem werden unterschiedliche Politikfelder wie u.a. Energie- und Klimapolitik, externe Demokratieförderung der EU sowie Nachbarschaftspolitik untersucht. Die zukünftige Forschung wird sich u.a. auf politische Steuerung durch Monitoring, Soft Governance mit harten Elementen in der Energiepolitik sowie der internationalen Einbettung der EU vor allem im Bereich der Verwaltungsforschung widmen.

Der Forschungsschwerpunkt „Demokratietheorie“ beschäftigt sich mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Demokratie. Erstens wird aus einer ideengeschichtlichen Perspektive die Transformation des Demokratiebegriffes untersucht. Aktuell liegt dabei der Schwerpunkt auf der Zeit der "demokratischen" Revolutionen am Ende des 18. Jahrhunderts. Zweitens erfolgt eine kritische Diagnose des gegenwärtigen Zustandes der Demokratie in westlichen Gesellschaften. In den Fokus geraten dabei insbesondere populistische und expertokratische Tendenzen. Drittens wird nach den Grenzen und Möglichkeiten der Demokratie jenseits des Nationalstaates, etwa auf supranationaler Ebene, gefragt.

Der Forschungsschwerpunkt „Föderalismus“ bündelt theoretisch-ideengeschichtliche und vergleichende empirische Untersuchungen zu föderal und demokratisch verfassten politischen Systemen. Die komparative Forschung befasste sich in den letzten Jahren mit Verfassungsreformen und Strukturdynamiken in Bundesstaaten sowie mit neuen Formen der Koordination zwischen Regierungen und Verwaltungen von Bund und Gliedstaaten. Aktuell liegt der Schwerpunkt der Forschung auf den Wechselwirkungen zwischen Demokratie und Föderalismus. Dabei werden vergleichende Untersuchungen ergänzt durch Studien zur Ideengeschichte des Föderalismus und zur Demokratietheorie mit dem Ziel herauszufinden, wie und unter welchen Bedingungen eine föderale Demokratie gelingen kann.

Der Forschungsschwerpunkt „lokale Politik“ hat am Institut eine lange Tradition und beschäftigt sich mit allen drei Dimensionen des Politikbegriffs. Erstens analysieren wir politische Parteien, politische Eliten und politische Prozesse auf der lokalen Ebene. Zweitens untersuchen wir lokale Problembearbeitung und lokale Politiken in übergeordneten Rahmen. Drittens betrachten wir den institutionellen Rahmen lokaler Politikgestaltung und die Bedeutung der lokalen Ebene in Mehrebenensystemen. In aktuellen Projekten beschäftigen wir uns mit lokaler Energie-, Klima-, Wohnungs- und Finanzpolitik, mit lokalen institutionellen Innovationen und der Rolle von Nichtregierungsorganisationen in der lokalen Politik.

Der Forschungsschwerpunkt „Standards des Regierens“ beschäftigt sich nicht nur mit der Nutzung von Standards als Instrument des Regierens, sondern auch mit der transnationalen und Ebenen übergreifenden Standardisierung des Regierens selbst. Gemeint ist damit eine weitgehende Angleichung von Regierungspraktiken durch Anforderungskataloge des „guten Regierens“ (good governance), die durch Staaten, internationale Organisationen und nichtstaatliche Normunternehmer (etwa NGOs) kodifiziert und propagiert werden. Diese Standards betreffen beispielsweise Mechanismen der politischen Partizipation, der „accountability“ und der Evaluation des Regierungshandelns. In diesem Forschungsschwerpunkt nehmen wir in kritischer Perspektive die Diffusion dieser Standards ebenso in den Blick wie die empirischen Folgen ihrer Anwendung.


Kontakt

Institut für Politikwissenschaft
Technische Universität Darmstadt

Besucheradresse:
Landwehrstraße 48a-50
D-64293 Darmstadt

Postadresse:
Dolivostraße 15
D-64293 Darmstadt

Geschäftsführender Direktor
Prof. Dr. Markus Lederer

Studienkoordination
PD Dr. Björn Egner

So finden Sie uns:
Das Institut liegt zwischen dem Darmstädter Hauptbahnhof und der Stadtmitte. Die Buslinien K und K 56 verkehren regelmäßig zwischen dem Hauptbahnhof und der Ausstiegshaltestelle"Kasinostraße". Abfahrtszeiten finden Sie auf "Rhein-Main-Verkehrsverbund".


A A A | Drucken Drucken | Impressum | Sitemap | Suche | Webmail | Kontakte
zum Seitenanfangzum Seitenanfang