Metal Energy Hub

Metallische Energieträger für die Energiewende

Der Metal Energy Hub ist eine Forschungs- und Transferplattform der TU Darmstadt, die metallbasierte Energieträger als zentrale Lösung für die Transformation des Energiesystems erforscht, entwickelt und in die Praxis überführt. Als Nachfolgeprojekt von Clean Circles baut der Hub auf bewährten Forschungsergebnissen auf und erweitert den Fokus um die konkrete Umsetzung und Skalierung innovativer Technologien. Der Hub vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen sowie strategische Partner aus Industrie und Politik, um die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltig metallischer Energieträger vom Labor in die industrielle Praxis zu transferieren.

Forschung trifft Transfer – Von der Grundlagenforschung zur Anwendung

Metalle wie Eisen und Aluminium bieten außergewöhnliche Möglichkeiten für die langfristige Speicherung erneuerbarer Energien, die Dekarbonisierung von Industrie und Wärmesektor sowie die Sicherung der Versorgungssicherheit. Im Metal Energy Hub werden diese Potenziale systematisch erschlossen und gleichzeitig aktiv in bestehende Strukturen der Energiewirtschaft integriert: von der Grundlagenforschung und thermodynamischen Modellierung über die Entwicklung innovativer Technologien bis zur Demonstration und Validierung im industriellen Maßstab.

Ein besonderer Vorteil liegt in der Nutzung bestehender Infrastrukturen – thermische Kraftwerke und industrielle Anlagen können schrittweise auf metallbasierte Energieträger umgerüstet werden, ohne dass massive Neubauinvestitionen erforderlich sind. Dies ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die praktische Umsetzung und wirtschaftliche Rentabilität.

Der Arbeitsbereich Analyse politischer Systeme und Integrationsforschung

untersucht im Rahmen des Metal Energy Hub die politischen Rahmenbedingungen für die Einführung metallbasierter Energieträger. Es werden geeignete Standorte für Pilotprojekte in Kraftwerken und industriellen Anlagen identifiziert und bewertet. Ergänzend werden Stakeholderanalysen durchgeführt, um relevante Marktakteure – darunter Energieversorger, Metallproduzenten, Technologieunternehmen und Infrastrukturbetreiber – zu erfassen und deren Anforderungen systematisch in die strategische Planung einzubeziehen. Darüber hinaus werden energiepolitische Rahmenbedingungen analysiert und Governance-Strukturen entwickelt, um eine zügige Implementierung metallischer Energieträger in die Energieversorgung zu ermöglichen.

Modulare Projektstruktur mit Transferorientierung

Der Metal Energy Hub ist als modulares Ökosystem konzipiert, das Forschung und Transfer eng miteinander verzahnt. Die zentralen Forschungsinitiativen wie Clean Circles, A-STEAM, CORAL und MEIKE arbeiten nicht isoliert, sondern kontinuierlich mit Industriepartnern, Energieversorgern und Policymakers zusammen. Diese Struktur schafft Raum für wissenschaftliche Tiefe, technologische Weiterentwicklung, intensive Interdisziplinarität und – entscheidend – für die Überführung von Forschungsergebnissen in marktfähige und regulatorisch umsetzbare Lösungen.

Während Clean Circles die konzeptionellen und wissenschaftlichen Grundlagen schuf, macht der Metal Energy Hub den nächsten Schritt: die systematische Demonstration von Technologien, die enge Zusammenarbeit mit der Industrie und die aktive Gestaltung von Rahmenbedingungen für die Markteinführung. Der Metal Energy Hub ist damit nicht nur ein Forschungsprojekt, sondern ein Gestaltungsprojekt für die industrielle Energiewende.

Organisatorische Angaben

Drittmittelgeber: EFR (EU) / Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum / TU Darmstadt

Laufzeit: 01.02.2025 – 31.03.2028

EU-Fördersumme: € 2.399.870,00

Gesamtbudget: € 5.999.675,00

Team

  Name Arbeitsgebiet(e) Kontakt
Professuren
Prof. Dr. Michèle Knodt
Arbeitsbereichsleitung | Projektleitung
Vergleichende Analyse politischer Systeme und Integrationsforschung
+49 6151 16-57353
S3|12 439
Wissenschaftlich Beschäftigte
Lucas Flath M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Vergleichende Analyse politischer Systeme und Integrationsforschung
+49 6151 16-57338
S3|13 334
Ehemalige Mitarbeiter/innen
Rainer Hofmann M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Vergleichende Analyse politischer Systeme und Integrationsforschung
L1|01 284

gefördert durch