Forschungsschwerpunkte
Die aktuellen Forschungsschwerpunkte des Arbeitsbereichs sind an der Schnittstelle von Umwelt-, Klima- und Entwicklungspolitik angesiedelt und konzentrieren sich auf institutionelle Fragen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Neben Arbeiten zu Climate Engineering, der Politisierung von Klimapolitik oder der Rolle von Standards untersuchen wir vor allem die folgenden Themen:
Welchen Effekt haben globale Entwicklungen wie Technologisierung und Klimawandel auf politische Gewalt? Wie kann politische Gewalt von internationalen Institutionen begrenzt oder aber legitimiert werden? Wie wird sie gedeutet und gerechtfertigt? Diesen Fragen widmet sich das neue interdisziplinäre Verbundprojekt „Regionales Forschungszentrum – Transformations of Political Violence (TraCe)“, an dem die TU Darmstadt beteiligt ist. Insgesamt arbeiten hier fünf hessische Forschungsinstitute zusammen. Von Seiten der TUDa sind Professorin Sybille Frank (Institut für Soziologie), Professor Nicolai Hannig (Institut für Geschichte), Professor Markus Lederer (Institut für Politikwissenschaft) und Professor Christian Reuter (Fachbereich Informatik, Arbeitsgebiet Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit) als Principal Investigators beteiligt. Sie forschen insbesondere im ersten und dritten Forschungsfeld des Verbundprojekts zu Formen und Interpretationen politischer Gewalt.
Der Arbeitsbereich der Internationalen Beziehungen am Institut für Politikwissenschaft unter Leitung von Professor Markus Lederer fokussiert auf die Forschung zu politischer Gewalt im Umwelt- und Klimakontext und untersucht Formen und Mechanismen von Umweltkonflikten. Darüber hinaus planen wir Forschungen über die Wechselbeziehungen zwischen Aktivist_innen und repressiven staatlichen/ nichtstaatlichen Institutionen sowie vergleichende Fallstudien zur Radikalisierung von Umweltaktivist_innen mit dem Fokus auf transnationale Netzwerke und Strömungen. Zielsetzung des Verbundvorhabens ist es, die Konsequenzen gegenwärtiger Gewalttransformationen für den innergesellschaftlichen und internationalen Frieden zu identifizieren und Strategien zur Eindämmung politischer Gewalt unter den sich verändernden Bedingungen zu entwickeln.
Team
- Prof. Dr. Markus Lederer
- Verena Lasso Mena M.A.
Organisatorische Angaben
Drittmittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit: 01.04.2022 – 31.03.2026
Auftaktveranstaltung „Ein neuer alter Krieg? Der russische Überfall auf die Ukraine und die Trans¬formation politischer Gewalt?“ des Forschungszentrums „Transformations of Political Violence“ (TraCe)
Am 13. Dezember 2022 fand die Auftaktveranstaltung „Ein neuer alter Krieg? Der russische Überfall auf die Ukraine und die Trans¬formation politischer Gewalt?“ des Forschungszentrums „Transformations of Political Violence“ (TraCe) in Berlin statt. Nun ist die Aufzeichnung der Veranstaltung auch auf dem TraCe YouTube-Kanal verfügbar.
Im Rahmen des Kick-Off tauschten sich Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen auf zwei Panels über den russischen Angriffskrieg aus. Prof. Dr. Christopher Daase moderierte das erste Panel zum Thema Trans¬formation politischer Gewalt aus wissen¬schaftlicher Perspektive. Im Rahmen des zweiten Panels moderierte Prof. Dr. Markus Lederer der Technischen Universität Darmstadt den politischen Diskurs über die nationale Sicherheits-strategie und wie diese aufgrund von Problematiken des Klimawandels und der Energiesicherheit beeinflusst wird.
Weiterführende Informationen sind auf der Website des Projekts verfügbar.
Willkommen im DFG-Graduiertenkolleg „Standards des Regierens“! Dieses Graduiertenkolleg (GRK) beschäftigt sich mit Ideen und Praktiken, für die sich der Begriff der guten Regierungsführung („good governance“) eingebürgert hat. Dahinter steht eine interdisziplinäre Forschungsinitiative von zehn Professor*innen der TU Darmstadt und der Goethe Universität Frankfurt aus den Bereichen Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie und Rechtswissenschaft. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage „Standards des Regierens“.